Zwischen Rhein und Erft
Grimlinghausen und Uedesheim liegen unmittelbar am Rhein, Selikum und Reuschenberg an der Erft. In diesen Lagen ist der Boden vielerorts schwerer Auelehm, und das Grundwasser steht hoch. Bäume wurzeln dort flach. Mit nassen Wintern kommen sie gut zurecht, im Sturm kippen sie aber leichter als ein Baum, der sich tief in sandigen Untergrund gezogen hat. Dazu kommt der Wind: Über die offenen Rheinwiesen läuft er ungebremst auf die ersten Grundstücke zu. Wir schauen deshalb immer zuerst auf den Stammfuß. Hebt sich die Erde auf einer Seite an, oder wächst ein Pilz aus dem Wurzelanlauf, gehört der Baum genau angesehen und nicht nur geschnitten. Was gesund ist, bleibt stehen und wird ausgelichtet, damit der Wind hindurchgehen kann. Und steht der Baum direkt an der Uferwiese oder am Deich, sehen wir ihn nach einem schweren Sturm gern noch einmal an.

